MICROSOFT LIZENZIERUNG · MODUL 3 · INTUNE
Microsoft Intune:
Welche Lizenz wird für Geräteverwaltung und Sicherheit benötigt?
Microsoft Intune hilft Unternehmen, Laptops, Smartphones, Tablets und Anwendungen zentral zu verwalten. Entscheidend ist, welche Funktionen bereits enthalten sind und ob Personen oder gemeinsam genutzte Geräte lizenziert werden.
Die kurze Antwort
Plan 1 verwaltet Geräte. Plan 2 und die Intune Suite erweitern die Möglichkeiten.
Prüfen Sie zuerst den vorhandenen Microsoft-365-Plan. Intune Plan 1 kann bereits enthalten sein. Zusätzliche Funktionen brauchen eine passende Erweiterung und die erforderliche Basislizenz.
- 01Intune Plan 1 ist die Grundlage für Geräte- und App-Verwaltung.
- 02Intune Plan 2 und die Intune Suite setzen Plan 1 voraus.
- 03Gerätelizenzen passen zu geeigneten Geräten ohne festen Nutzer.
- 04Nicht jede Person mit administrativem Portalzugang benötigt automatisch eine eigene Intune-Lizenz.
- 05Gerätebezogene Lizenzen unterstützen keine nutzerbezogenen Funktionen wie Conditional Access.
Zuerst die Grundlagen
Was macht Microsoft Intune überhaupt?
Einfach gesagt sorgt Intune dafür, dass Unternehmensgeräte eingerichtet, verwaltet und durch passende Regeln geschützt werden können.
Laptops, Smartphones und Tablets verwalten
Unternehmen registrieren Geräte, verteilen Konfigurationen und kontrollieren deren Sicherheitszustand.
Anwendungen bereitstellen und schützen
Anwendungen können verteilt werden. Je nach Szenario schützen App-Richtlinien auch Unternehmensdaten auf privaten Geräten.
Sicherheitsregeln überwachen
Richtlinien prüfen beispielsweise Verschlüsselung, Betriebssystemversionen oder andere Geräteeinstellungen.
Mit Entra und Conditional Access kombinieren
Geräteinformationen können Zugriffsentscheidungen unterstützen. Conditional Access besitzt aber eigene Entra-Lizenzvoraussetzungen.
Lizenzmodelle verständlich vergleichen
Was unterscheidet Intune Plan 1, Plan 2 und Intune Suite?
Plan 2 und die Intune Suite sind Erweiterungen. Sie ersetzen eine erforderliche Plan-1-Basis nicht.
| Funktion oder Produkt | Typische Lizenz | Wichtig für die Entscheidung |
|---|---|---|
| Intune Plan 1 | Basislizenz oder enthaltene Microsoft-365-Berechtigung | Geräte- und App-Verwaltung, Konfiguration, Richtlinien und grundlegende Geräte-Compliance. |
| Intune Plan 2 | Zusatzlizenz zu Intune Plan 1 | Erweiterte Funktionen, darunter laut aktueller Dokumentation Remote Help und Advanced Analytics; konkrete SKU prüfen. |
| Microsoft Intune Suite | Zusatzlizenz zu Intune Plan 1; enthält Plan 2 | Bündelt erweiterte Verwaltung und Sicherheitsfunktionen, etwa Remote Help, Analysen und Endpoint Privilege Management. |
| Device-only Subscription | Gerätebezogene Intune-Lizenz | Für geeignete Kiosk-, Raum- und gemeinsam genutzte Geräte ohne feste Nutzerzuordnung. |
Vor dem Kauf prüfen
Welche vorhandenen Microsoft-Lizenzen können Intune bereits enthalten?
Microsoft nennt insbesondere Microsoft 365 E3, E5 und E7 als mögliche Paketlösungen. Weitere Angebote wie Business Premium, EMS oder Frontline-Varianten müssen anhand der konkreten SKU geprüft werden.
Microsoft 365 E3, E5 und E7
Prüfen Sie im Admin Center, ob der benötigte Intune-Serviceplan tatsächlich enthalten und verfügbar ist. E5 bedeutet nicht automatisch, dass jede Intune-Suite-Funktion enthalten ist.
Microsoft 365 Business Premium
Business Premium kann grundlegende Intune-Geräteverwaltung enthalten. Erweiterte Intune-Funktionen müssen separat anhand des konkreten Angebots geprüft werden.
Weitere Paket- und Zielgruppenangebote
Enterprise Mobility + Security, Frontline, Education und Government können abweichende enthaltene Rechte besitzen. Prüfen Sie Produktvariante, Zielgruppe und Nutzungsbedingungen.
Plan 2 oder Suite nur bei echtem Bedarf
Wer lediglich Geräte registrieren, konfigurieren und verwalten möchte, benötigt nicht automatisch eine erweiterte Intune Suite.
Wer braucht tatsächlich eine Lizenz?
Wer benötigt eine Nutzerlizenz – und wann genügt eine Gerätelizenz?
Microsoft verlangt eine passende Lizenz für jede Person oder jedes Gerät, das direkt oder indirekt vom Intune-Dienst profitiert.
Persönlich zugewiesene Arbeitsgeräte
Wenn Mitarbeitende personenbezogene Verwaltung, App-Schutz oder nutzerbezogene Richtlinien verwenden, wird die passende Nutzerlizenz geprüft.
Kiosk, Raumgerät oder gemeinsam genutztes Tablet
Für geeignete Geräte ohne feste Nutzerzuordnung kann eine Device-only Subscription passen. Die technische Registrierung muss zum unterstützten Verfahren passen.
Conditional Access und App-Schutz
Eine reine Gerätelizenz unterstützt laut Microsoft keine Intune-App-Schutzrichtlinien, keinen Conditional Access und keine nutzerbezogene Geräteverwaltung.
Verwaltung ist nicht automatisch Nutzung
Intune-Administratoren können unter den dokumentierten Voraussetzungen ohne eigene Intune-Lizenz auf das Portal zugreifen. Andere Produktrechte bleiben trotzdem erforderlich.
Ein Beispiel aus der Praxis
200 Bürogeräte und 15 gemeinsam genutzte Tablets
Ein Unternehmen besitzt 200 Microsoft-365-E3-Lizenzen und betreibt zusätzlich 15 fest eingerichtete Tablets ohne persönliche Nutzerzuordnung.
Vorhandene E3-Rechte zuerst prüfen
Wenn Intune Plan 1 für die 200 Mitarbeitenden bereits enthalten ist, müssen grundlegende Verwaltungsrechte nicht nochmals separat gekauft werden.
Device-only statt pauschaler Nutzerlizenzen prüfen
Für 15 geeignete Geräte ohne feste Nutzerzuordnung können 15 gerätebezogene Lizenzen sinnvoll sein – sofern die gewünschten Funktionen damit unterstützt werden.
Zusatzfunktion gezielt bewerten
Falls Supportteams Remote Help oder andere Premium-Funktionen benötigen, werden passende Plan-2-, Suite- oder Einzelrechte für das konkrete Nutzungsszenario geprüft.
Checkliste für die Praxis
Checkliste für die Praxis
- 01Welche Geräte und Betriebssysteme sollen verwaltet werden?
- 02Ist Intune Plan 1 bereits in vorhandenen Microsoft-365-, EMS- oder anderen Lizenzen enthalten?
- 03Sind Geräte einer Person zugeordnet oder handelt es sich um geeignete Kiosk- beziehungsweise Shared-Device-Szenarien?
- 04Werden App-Schutz, Conditional Access oder andere personenbezogene Funktionen benötigt?
- 05Welche Premium-Funktion fehlt wirklich: Remote Help, Advanced Analytics, Endpoint Privilege Management oder etwas anderes?
- 06Ist die erforderliche Plan-1-Basis für jedes Add-on vorhanden?
- 07Wurde geprüft, welche Administratoren tatsächlich eine Lizenz brauchen?
LizenzFrau-Merksatz
Erst vorhandene Rechte prüfen. Dann Nutzer, Geräte und Zusatzfunktionen getrennt bewerten.
Eine passende Intune-Entscheidung entsteht aus Gerätetyp, Nutzungsmodell, vorhandener Basislizenz und tatsächlich benötigter Funktion – nicht aus dem Produktnamen allein.
Offizielle Microsoft-Quellen
Offizielle Microsoft-Quellen
Produktumfang, Lizenzvoraussetzungen und Funktionsrechte können sich ändern. Verbindlich sind die aktuellen Microsoft Product Terms und der konkrete Vertrag.
Hinweis: Dieser Artikel bietet eine verständliche Orientierung und ersetzt keine individuelle Vertrags-, Lizenz- oder Rechtsprüfung.