MICROSOFT-LIZENZIERUNG · MODUL 9 · SERVERPRODUKTE & ZUGRIFFSLIZENZEN
Serverprodukte und CALs:
Wer braucht welche Zugriffslizenz?
Eine Serverlizenz erlaubt den Betrieb der Software. Sie beantwortet aber nicht immer, wer darauf zugreifen darf. Genau dafür gibt es CALs, CAL-äquivalente Lizenzen und bei bestimmten Produkten External Connector.
Die kurze Antwort
Zuerst den Server lizenzieren – danach jeden erforderlichen Zugriff.
Ob eine User-CAL, Device-CAL, additive CAL, CAL-äquivalente Microsoft-365-Lizenz oder ein External Connector passt, hängt vom Produkt, der Funktion, der Person und dem tatsächlichen Zugriffsweg ab.
- 01Eine CAL ist ein Zugriffsrecht und keine Serverlizenz.
- 02User-CALs werden Personen, Device-CALs werden Geräten zugewiesen.
- 03Für RDS oder andere Zusatzfunktionen kann zusätzlich zur Basis-CAL eine additive CAL erforderlich sein.
- 04External Connector gelten nur für berechtigte externe Personen und nur bei passenden Serverprodukten.
- 05Microsoft 365 oder Office 365 kann einzelne CAL-Rechte enthalten – aber nicht automatisch SQL- oder RDS-CALs.
Einfach erklärt · Die wichtigsten Begriffe
Drei Begriffe für Serverzugriffe ohne Verwirrung
Eine Serverlizenz erlaubt den Betrieb der Software. Eine Zugriffslizenz beantwortet die andere Frage: Welche Person oder welches Gerät darf darauf zugreifen?
User-CAL
Eine Zugriffslizenz wird einer bestimmten Person zugewiesen. Diese Person darf den passenden Server von verschiedenen Geräten aus nutzen.
Device-CAL
Eine Zugriffslizenz wird einem bestimmten Gerät zugewiesen. Verschiedene Personen dürfen den passenden Server über dieses Gerät nutzen.
External Connector
Bei geeigneten Serverprodukten kann eine Lizenz pro Server die Zugriffe berechtigter externer Personen abdecken.
Ein Beispiel aus der Praxis: Zehn Mitarbeitende greifen über drei gemeinsam genutzte PCs auf Windows Server zu. Je nach tatsächlicher Nutzung können zehn User-CALs oder drei Device-CALs sinnvoll sein. Die Serverlizenz wird zusätzlich benötigt.
Zwei Lizenzebenen auseinanderhalten
Serverlizenz und Zugriffslizenz sind nicht dasselbe
Bei vielen Microsoft-Serverprodukten werden zwei getrennte Fragen beantwortet: Darf die Software laufen? Und wer beziehungsweise welches Gerät darf sie nutzen?
Lizenz für die laufende Software
Je nach Produkt wird eine Serverinstanz, ein physischer Server, eine VM oder eine bestimmte Zahl von Cores lizenziert.
CAL für User oder Gerät
Eine Client Access License erlaubt einer bestimmten Person oder einem bestimmten Gerät den Zugriff auf die passende Serversoftware.
Additive CAL kommt oben drauf
Wer erweiterte Funktionen nutzt, braucht neben der Basis-CAL häufig eine weitere additive Zugriffslizenz.
Umgekehrt deckt eine korrekt lizenzierte Serverinstanz die erforderlichen Zugriffe interner User oder Geräte nicht automatisch ab.
User oder Gerät?
Wann passt eine User-CAL und wann eine Device-CAL?
Beide Modelle können in einer Organisation kombiniert werden. Entscheidend ist, welche Zählweise die tatsächliche Nutzung wirtschaftlich und nachvollziehbar abbildet.
| Typische Situation | Mögliche Wahl | Warum? |
|---|---|---|
| Eine Person nutzt Laptop, Tablet und Terminal | User-CAL | Eine personenbezogene CAL deckt den Zugriff dieser Person von mehreren Geräten ab. |
| Mehrere Schichten teilen wenige feste Geräte | Device-CAL | Ein lizenziertes Gerät kann von verschiedenen Personen für den Zugriff genutzt werden. |
| Büro-User plus gemeinsam genutzte Produktionsgeräte | Mischung prüfen | User- und Device-CALs dürfen passend zur Nutzung kombiniert werden. |
| Nur ein technisches Servicekonto greift direkt zu | Nicht nur das Konto zählen | Indirekte menschliche Zugriffe können durch Multiplexing weiterhin lizenzpflichtig sein. |
Zehn namentlich zu lizenzierende Personen benötigen nicht nur deshalb weniger CALs, weil höchstens drei von ihnen gleichzeitig arbeiten.
Basis- und Zusatzrechte
Was bedeutet Base CAL und Additive CAL?
Eine Basis-CAL erlaubt den grundlegenden Zugriff. Eine additive CAL erlaubt eine definierte erweiterte Funktion und ersetzt die Basis-CAL nicht.
Windows Server CAL ist die Basis
Für normalen Zugriff auf Windows Server Standard oder Datacenter wird eine Windows Server CAL beziehungsweise ein anerkanntes CAL-Äquivalent benötigt.
RDS CAL ist zusätzlich erforderlich
Für eine Remote-Desktop-Sitzung wird neben der Windows Server Basis-CAL grundsätzlich eine passende RDS User- oder Device-CAL benötigt.
Weitere additive Zugriffsrechte
Auch Active Directory Rights Management Services und Microsoft Identity Manager können zusätzliche Rechte erfordern. Für MIM können Microsoft Entra ID P1 oder P2 als passende User-Äquivalente gelten.
Standard plus Enterprise CAL
Die Exchange Standard CAL ist die Basis. Wer Enterprise-Funktionen wie bestimmte Archive, Holds oder DLP nutzt, braucht zusätzlich die Exchange Enterprise CAL.
Standard plus Enterprise CAL
Die SharePoint Standard CAL deckt Basisfunktionen ab. Für definierte Enterprise-Funktionen wird zusätzlich die Enterprise CAL benötigt.
Core CAL Suite und Enterprise CAL Suite
Die Core CAL Suite bündelt bestimmte Basisrechte. Die Enterprise CAL Suite enthält diese Rechte und ausgewählte additive CALs; sie ist keine Zusatzlizenz zur Core CAL Suite.
SQL und RDS bleiben gesondert zu prüfen
Auch die Enterprise CAL Suite enthält keine SQL Server CAL. Die Core CAL Suite enthält keine additiven CALs wie die RDS CAL.
Eine Exchange Enterprise CAL macht aus Exchange Server Standard keinen Enterprise-Server. Standard- und Enterprise-CALs richten sich nach der genutzten Funktion, nicht automatisch nach der Serveredition.
Windows Server und Remote Desktop
Welche Zugriffsrechte werden bei Windows Server benötigt?
Windows Server Standard und Datacenter werden über Cores lizenziert. Zusätzlich benötigen zugreifende User oder Geräte passende Zugriffsrechte – unabhängig davon, ob der Server physisch oder VM-basiert lizenziert wurde.
Windows Server User- oder Device-CAL
Jeder erforderliche User oder jedes erforderliche Gerät braucht eine CAL derselben oder einer neueren Version als die aufgerufene Serversoftware.
Windows Server CAL plus RDS CAL
Wer auf einen RDS Session Host zugreift, benötigt zusätzlich eine passende RDS CAL. Für Windows Server 2025 reicht eine RDS CAL 2022 nicht aus.
Produktausnahmen eng auslegen
Microsoft kennt bestimmte Ausnahmen, etwa für Zugriffe durch andere lizenzierte Server, Web- oder HPC-Workloads und eine physische OSE nur zur VM-Verwaltung. Sie sind keine allgemeine CAL-Befreiung.
RDS-Grace-Period ist kein Lizenzrabatt
Die technische RDS-Grace-Period erleichtert die Einrichtung des Lizenzservers. Sie hebt die vertraglich erforderlichen RDS-Zugriffsrechte nicht auf.
Eine Windows Server beziehungsweise RDS CAL 2025 kann passende ältere Versionen abdecken. Eine CAL 2022 erlaubt keinen Zugriff auf Windows Server 2025 beziehungsweise einen RDS Session Host 2025. Bei Windows-Server-Lizenzierung pro VM müssen außerdem sämtliche eingesetzten CALs als Subscription oder mit aktiver Software Assurance berechtigt sein.
Seit Oktober 2024 neu definiert
Wer gilt bei Microsoft wirklich als External User?
Extern bedeutet nicht einfach: Die Person steht nicht auf der Gehaltsliste. Seit 1. Oktober 2024 berücksichtigt Microsoft auch Arbeitszeit und regelmäßige Vor-Ort-Tätigkeit von Auftragnehmern und Agenten.
Mitarbeitende des Kunden oder verbundener Unternehmen
Eigene Mitarbeitende und Mitarbeitende von verbundenen Unternehmen gelten nicht als External Users.
Auftragnehmer mit mehr als 30 Stunden pro Woche
Wer typischerweise durchschnittlich mehr als 30 Stunden pro Woche für den Kunden oder verbundene Unternehmen arbeitet, gilt nicht als External User.
Auftragnehmer an jedem Arbeitstag vor Ort
Wer typischerweise an jedem Arbeitstag vor Ort arbeitet, gilt ebenfalls nicht als External User – unabhängig von der Arbeitgeberzugehörigkeit.
Kunden, Gäste oder gelegentliche Dienstleister
Andere Personen können External Users sein. Die aktuelle Definition und das konkrete Produktrecht müssen trotzdem einzeln geprüft werden.
Entscheidend ist die offizielle Microsoft-Definition – nicht die technische Identität, der Kontotyp oder die Bezeichnung im Unternehmen.
External Connector oder produktspezifisches Recht?
Externe Zugriffe werden nicht bei jedem Produkt gleich lizenziert
Ein External Connector ist kein universeller Pass für alle Microsoft-Server. Die Product Terms bestimmen je Produkt, ob ein EC, einzelne CALs oder bereits die Serverlizenz den externen Basiszugriff abdeckt.
| Produkt | Typische externe Zugriffslogik | Wichtig |
|---|---|---|
| Windows Server | Einzelne CALs oder Windows Server External Connector pro zugegriffenem Server | Für Zusatzfunktionen können additive CALs oder additive ECs erforderlich sein. |
| Remote Desktop Services | Windows-Basisrecht plus RDS CAL oder passende Base- und Additive-External-Connector-Rechte | Ein Windows Server EC allein deckt RDS nicht automatisch ab. |
| Exchange Server SE | Externer Zugriff auf Basisfunktionen ist mit dem Server lizenziert | Für Enterprise-Zusatzfunktionen brauchen externe User Base- und Additive-CAL. |
| SharePoint Server SE | External User Access ist laut Product Terms mit dem Server lizenziert | Definition des External Users und genutzte Funktionen genau prüfen. |
| Project Server SE | Auch externe Zugriffe verlangen eine CAL oder ein anerkanntes Äquivalent | Keine allgemeine External-User-Befreiung. |
| SQL Server | Im Server/CAL-Modell einzelne SQL-CALs; alternativ Core-Modell ohne SQL-CAL-Zählung | Windows Server-Zugriffsrechte für das Betriebssystem bleiben separat zu prüfen. |
Greifen berechtigte externe Personen auf mehrere Windows Server zu, kann für jeden zugegriffenen Server ein eigener passender External Connector erforderlich sein.
Die wichtigsten Serverprodukte im Überblick
Welches Produkt bringt welche zusätzliche Zugriffsebene mit?
Die genaue Lizenzposition entsteht aus mehreren Schichten. Neben dem Anwendungsserver können auch Windows Server, SQL Server und weitere technische Komponenten eigene Rechte verlangen.
| Serverprodukt | Serverseite | Zugriffsseite |
|---|---|---|
| Windows Server Standard/Datacenter | Core-Lizenzen für physischen Server oder berechtigte VM-Lizenzierung | Windows Server CAL, CAL-Äquivalent oder bei externen Zugriffen geeigneter EC |
| SQL Server Standard | Serverlizenz oder Core-Lizenzierung | SQL-CAL im Server/CAL-Modell; keine SQL-CAL im Core-Modell |
| SQL Server Enterprise | Bei neuen Lizenzen grundsätzlich Core-Modell | Keine zusätzliche SQL-CAL im Core-Modell; Windows-Zugriff separat prüfen |
| Exchange Server Subscription Edition | Serverlizenz pro laufender Instanz | Standard CAL als Basis; Enterprise CAL zusätzlich für definierte Funktionen |
| SharePoint Server Subscription Edition | Serverlizenz pro laufender Instanz | Standard CAL als Basis; Enterprise CAL zusätzlich für definierte Funktionen |
| Project Server Subscription Edition | Eigene Serverlizenz und technische SharePoint-/SQL-/Windows-Abhängigkeiten | Project Server CAL oder ausdrücklich genanntes CAL-Äquivalent pro User/Gerät |
| Skype for Business Server SE | Serverlizenz pro laufender Instanz | Standard CAL plus Enterprise- oder Plus-CAL für jeweilige Zusatzfunktionen |
| System Center | Management Licenses nach verwalteter Umgebung | Keine klassische User-CAL-Logik; verwaltete Server und Clients produktbezogen zählen |
Wer Project Server nutzt, kann gleichzeitig Rechte für Project Server, SharePoint Server, SQL Server und Windows Server benötigen. Jede Schicht muss separat bewertet werden.
Vorhandene Cloud-Lizenzen zuerst prüfen
Welche Microsoft-365- oder Office-365-Pläne können CALs ersetzen?
Microsoft nennt bestimmte User Subscription Licenses als CAL-Äquivalente. Diese Rechte gelten nur für den lizenzierten User, die konkrete SKU und den maßgeblichen Vertrag – nicht pauschal für den ganzen Tenant.
| Plan | Windows Server Basis-CAL | Exchange Server SE | SharePoint Server SE |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 F1/F3 | Ja, laut aktueller Äquivalenztabelle | Nein | Nein |
| Microsoft 365 E3/E5/E7 | Ja | Basis- und additive Rechte | Basis- und additive Rechte |
| Office 365 E1 | Nein | Basisrecht | Basisrecht |
| Office 365 E3/E5 | Nein | Basis- und additive Rechte | Basis- und additive Rechte |
| Enterprise Mobility + Security E3/E5 | Ja | Nein | Nein |
Die Tabelle folgt den Product Terms für EA/EAS und darf nicht ungeprüft auf CSP übertragen werden. Microsoft erklärt ausdrücklich, dass Microsoft 365 E3/E5 aus CSP keine Exchange-SE-Extended-Use-Rights enthalten. Office 365 Nonprofit E1 erfüllt die dort aufgeführten CAL-/ML-Anforderungen ebenfalls nicht. SKU, Vertragsprogramm, Serverrecht und CAL-Recht deshalb immer getrennt prüfen.
Subscription Edition richtig verstehen
Warum aktive Subscription- oder Software-Assurance-Rechte wichtig sind
Exchange, SharePoint, Project und Skype for Business werden heute als Subscription Edition angeboten. Für Betrieb und Zugriff gelten produkt- und vertragsabhängige Anforderungen an aktive Abonnementrechte oder Software Assurance.
Beide Seiten aktuell halten
Bei Exchange und SharePoint Subscription Edition müssen nicht nur Serverlizenzen, sondern auch die verwendeten CALs als Subscription oder mit aktiver Software Assurance berechtigt sein.
Eigene Voraussetzungen beachten
Project Server Subscription Edition verlangt nach den aktuellen Product Terms aktive Software Assurance und verfügt über eigene Server- und Zugriffsrechte.
Planner- und Project-Pläne prüfen
Als Project-Server-Zugriffsrecht nennt Microsoft unter anderem Planner Plan 1, Planner and Project Plan 3/5, Project Essentials und Project Professional 2021 mit aktiver Software Assurance.
Ablauf verändert das Nutzungsrecht
Wenn die erforderliche aktive Berechtigung endet, darf die Subscription Edition nicht einfach unverändert weiterbetrieben werden. Etwaige Rechte für frühere Versionen müssen konkret geprüft werden.
Er steht für ein laufend aktualisiertes Produktmodell mit besonderen Voraussetzungen. Ein alter unbefristeter Serverkauf deckt die aktuelle Subscription Edition nicht automatisch ab.
Indirekter Zugriff zählt mit
Warum ein Portal, Bot oder Servicekonto CALs nicht automatisch reduziert
Multiplexing bündelt oder verschleiert Zugriffe technisch. Lizenzrechtlich bleibt jedoch entscheidend, welche Personen oder Geräte direkt oder indirekt auf das Microsoft-Produkt beziehungsweise seine Daten zugreifen.
Ein Frontend vor SQL Server
Greifen 100 User über ein eigenes Webportal indirekt auf SQL Server zu, wird im Server/CAL-Modell nicht nur das technische Portal- oder Servicekonto gezählt.
Bot oder Workflow als Vermittler
Automatisierte Übertragung, Pooling und Umleitung von Daten senken die erforderliche Zahl von Zugriffslizenzen nicht automatisch.
Anderes Lizenzmodell prüfen
Bei vielen oder unbekannten SQL-Zugriffen kann die Core-Lizenzierung wirtschaftlich und administrativ besser passen als das Server/CAL-Modell.
Ein einziger Connection Pool bedeutet nicht einen einzigen User. Microsoft stellt ausdrücklich klar: Multiplexing reduziert die benötigte Lizenzzahl nicht.
Ein Praxisbeispiel
60 Büro-User, 12 Schichtgeräte und ein Kundenportal
Ein Unternehmen betreibt Windows Server, SQL Server, Exchange Server SE und eine Anwendung für externe Kunden.
| Nutzung | Zu prüfen | Warum? |
|---|---|---|
| 60 Büro-User mit Microsoft 365 E3 | Vorhandene CAL-Äquivalente prüfen | M365 E3 kann Windows-, Exchange- und SharePoint-Zugriffsrechte des lizenzierten Users enthalten. |
| 12 gemeinsam genutzte Schicht-PCs | Device-CALs oder passende User-Rechte vergleichen | Wenige Geräte werden von vielen Mitarbeitenden geteilt. |
| 20 User starten Remote-Desktop-Sitzungen | 20 RDS User-CALs oder passende Device-CALs zusätzlich | M365 E3 enthält nicht automatisch die RDS CAL. |
| Kundenportal auf zwei Windows Servern | External-User-Definition, Web-Workload-Ausnahme und gegebenenfalls zwei ECs prüfen | Ohne passende Ausnahme kann pro tatsächlich zugegriffenem Server ein EC erforderlich sein. |
| Portal greift auf SQL Server Standard zu | SQL Core-Modell mit Server/CAL vergleichen | Indirekte Kundenzugriffe werden durch das Portal nicht automatisch lizenzfrei. |
Zuerst werden Personen, Geräte, Serverinstanzen, Funktionen und indirekte Datenflüsse erfasst. Erst danach lässt sich eine belastbare und wirtschaftliche Lizenzkombination bilden.
Typische Lizenzfehler
Diese sechs Annahmen führen häufig zu Lücken
- 01Wir haben den Server lizenziert, deshalb sind alle Zugriffe enthalten.
- 02Eine RDS CAL ersetzt die Windows Server Basis-CAL.
- 03Microsoft 365 E3 enthält automatisch jede Microsoft-Server-CAL.
- 04Jeder externe Auftragnehmer darf über einen External Connector abgedeckt werden.
- 05Ein Servicekonto bedeutet, dass nur eine CAL benötigt wird.
- 06Eine ältere CAL reicht auch für eine neuere Serverversion.
Vor dem Kauf und bei jedem Review
Zehn Fragen für eine belastbare Zugriffslizenzierung
- 01Welche Serverprodukte und Versionen laufen tatsächlich?
- 02Wie ist jede Serverinstanz beziehungsweise jeder Core korrekt lizenziert?
- 03Welche Personen und Geräte greifen direkt oder indirekt auf jedes Produkt zu?
- 04Ist für die Nutzung eine Base CAL, additive CAL oder beides erforderlich?
- 05Sind User-CALs, Device-CALs oder eine nachvollziehbare Kombination wirtschaftlicher?
- 06Welche Microsoft-365-, Office-365- oder Online-Service-Lizenzen sind echte CAL-Äquivalente?
- 07Benötigen einzelne User weiterhin separate RDS-, SQL- oder Project-Server-Rechte?
- 08Erfüllen vermeintlich externe Personen wirklich die seit Oktober 2024 geltende Definition?
- 09Wie viele Server werden von externen Personen tatsächlich erreicht und welche ECs wären nötig?
- 10Sind Versionen, Multiplexing, Vertragsprogramm und aktive SA-/Subscription-Voraussetzungen dokumentiert?
Das Wichtigste zum Mitnehmen
Server, Zugriff und Zusatzfunktion immer getrennt prüfen.
Eine Serverlizenz ersetzt keine CAL. Eine additive CAL ersetzt keine Basis-CAL. Und eine Microsoft-365-Lizenz ersetzt nur die Zugriffsrechte, die Microsoft für die konkrete SKU und den konkreten User ausdrücklich als CAL-Äquivalent nennt.
Nachprüfbar und aktuell
Die verwendeten offiziellen Microsoft-Quellen
CAL-Äquivalenzen, External-User-Rechte, Subscription-Voraussetzungen und verfügbare Produkte unterscheiden sich nach SKU, Vertrag, Programm und Zeitpunkt. Maßgeblich bleiben die aktuellen Product Terms und Vertragsunterlagen.
- 01Microsoft Licensing Guidance: Base and Additive CALs↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 02Microsoft Licensing: Server and Windows Server CAL FAQs↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 03Microsoft Licensing: Updated External User definition↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 04Microsoft Learn: Remote Desktop Services CAL licensing↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 05Microsoft Product Terms: Windows Server Standard and Datacenter↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 06Microsoft Product Terms: CAL and ML Equivalency Licenses↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 07Microsoft Product Terms: Exchange Server↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 08Microsoft Product Terms: SharePoint Server↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 09Microsoft Product Terms: Project Server↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 10Microsoft Product Terms: Skype for Business Server↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 11Microsoft Licensing Guidance: Multiplexing↗ (öffnet in einem neuen Tab)
- 12Microsoft Licensing Guidance: SQL Server↗ (öffnet in einem neuen Tab)
Hinweis: Dieser Artikel bietet eine verständliche Orientierung und ersetzt keine individuelle Vertrags-, Lizenz- oder Rechtsprüfung.